Gebäude der Wiener Volksoper © Volksoper Wien, Logo VOF
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Adventzauber im Lehárschlössl…

Unter diesem Titel fand am ersten Adventsonntag ein stimmungsvolles Konzert im geschichtsträchtigen Lehar-Schlössl statt. Das gepflegte Haus in Wien – 19. Bezirk beherbergte Franz Lehar in den Jahren 1932 – 1944 (hier schuf er seine Operette Giuditta) und auch Emanuel Schikaneder wohnte von 1802 – 1812 in dem 1737 erbauten und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts umgebauten Schlössl.

Veranstaltet wurde dieses Solistenkonzert mit Liedern, Arien und Duetten aus Oper und Operette von den „Wiener Volksopernfreunden“ mit freundlicher Unterstützung der Hausherrin – Frau Hermine Kreuzer, die sich auch charmant und fürsorglich um die zahlreich erschienenen Gäste kümmerte.

Stefan Tanzer organisierte bzw koordinierte wieder das Programm, das großteils nach den Vorlieben der ausführenden Künstler gestaltet wurde. Hubertus Reim – der zweite Bariton des Abends übernahm mit zwei Strauss-Liedern (Allerseelen und Sehnsucht) die musikalische Eröffnung und zeigte mit gepflegtem Liedgesang, dass seine Erfolge mit Schuberts „Winterreise“ zu Jahresbeginn kein Zufall waren.

Die Begrüßung der Gäste und die Anmoderation erfolgte sympathisch und launig vom Präsidenten der Volksopernfreunde Dr. Oliver Thomandl.

Die junge Mezzosopranistin der Volksoper – Manuela Leonhartsberger – eröffnete den Opernblock mit der Arie des Komponisten aus Ariadne auf Naxos und erfreute uns in der Folge auch mit Rosinas „Una voce poco fa“ aus dem „Barbiere“. Stefan Tanzer präsentierte mit klarem Bariton die Arie des Grafen Almaviva aus „Le nozze di Figaro“ und Petar Naydenov – der bulgarische Bass aus dem Ensemble der Volksoper sang eindrucksvoll die Arie des Fürsten Gremin aus „Eugen Onegin“ und „La calunnia“ (Don Basilio aus Barbiere). Der Heldentenor mit Italianita – Mehrzad Montazeri – glänzte mit „Recondita armonia“ aus Tosca. Elisabeta Marin, die uns schon schöne Erlebnisse in der Staatsoper bereitet hat, wählte die Arie der Leonora „Tacea la notte placida“ aus Il Trovatore und „Muzika“ aus Valurile Dunarii vom rumänischen Komponisten George Grigoriu.

Der abschließende Operettenblock war zum überwiegenden Teil dem ehemaligen Bewohner und Namensgeber der Lokalität gewidmet: Stefan Tanzer begann mit einem toll gestalteten „Gang ins Maxim“ und schwelgte dann – gemeinsam mit Elisabeta Marin – beim „Lippen schweigen“ aus „Die lustige Witwe“. Die Sopranistin komplettierte ihr stimmschön präsentiertes Programm mit dem „Vilja-Lied“ der Hanna Glawari. Hubertus Reim servierte mit schön timbriertem Bariton den Ohrwurm „Non ti scordar di me“ von Ernesto de Curtis und Mehrzad Montazeri sorgte mit „Dein ist mein ganzes Herz“ aus dem Land des Lächelns für den romantischen Abschluß eines schönen, stimmungsvollen Konzertes zum Adventbeginn.

Die musikalische Leitung und die rücksichtsvolle Klavierbegleitung lag in den Händen von Felix Lemke, dem stellvertretenden Studienleiter der Volksoper.

Maria und Johann Jahnas

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Fotos: (c) Christine Kaufmann

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